11. September 2017

Femme Fatale in Berlin

Ob ich mich als eine Femme Fatale bezeichnen würde? Eigentlich nicht. Ganz und gar nicht…

Man lernt sich kennen, einem Event, in einer Bar, oder einem Konzert. Man unterhält sich gut, man merkt die Person gegenüber gefällt einem. Man verbringt Zeit miteinander, vielleicht kommt es zu einem Kuss, oder nur dem Versprechen beim nächsten Mal könnte mehr passieren. Das Herz freut sich, es macht Sprünge. Der Blick aufs Handy passiert öfter als es das eh schon tut, in hoffnungsvoller Erwartung auf Neuigkeiten. Denn ein Versprechen, ob ausgesprochen oder nicht, von Wiedersehen lag in der Luft.

Und so wartet man während der Alltag weiter geht und man seiner Arbeit nach geht…

Tja, in meinem Fall endet die Geschichte seit neuestem immer genau hier. An dem Punkt das man sich wieder sehen wollte und dann nichts passiert. Ich frage mich warum? Und vor allem frage ich mich ob meine Arbeit mit Schuld daran ist. Also meine Arbeit als Bloggerin, schon als Person die irgendwo im öffentlichen Leben steht.
Denn zwar höre ich von meinen Gegenübern nicht mehr viel, bis hin zu gar nichts mehr, doch sehe ich sie noch. Ich sehe wie sie mir dennoch folgen und meinen Weg beobachten. Denn sie schauen sich meinen Alltag an den ich preis gebe. Ich kann sehen wie sie sich meine Instagram Stories oder Facebook Stories anschauen.

Storytime

Jetzt frage ich mich ob ich sie entweder damit abschrecke, weil sie sehen was ich da zeige, oder sie ein anderes Bild von mir bekommen? Dabei zeige ich mich immer genau so wie ich bin. Ich verstelle mich nicht. Klar verstehe ich das es vielleicht potenzielle Kandidaten abschreckt das ich so viel von mir preis gebe, aber es ist Teil meines Jobs. Zudem muss ich sagen das ich da filtere was ich zeige. Ja ich zeige mich ungeschminkt oder spreche wie mir der Schnabel gewachsen ist, aber genau so wie ich es im „wahren“ Leben auch tue.

Hindert mich mein Leben als Bloggerin daran jemanden kennen zu lernen? Einen Mann kennen zu lernen, der sich traut an meiner Seite zu sein? Es auch bleiben zu wollen? Ein Freund meinte mal zu mir:“ Dany, eigentlich führen wir eine Beziehung, du weißt es nur nicht. Sich deine Stories anzuschauen ist als ob man mit dir eine Beziehung führt.“

Glaubt mir, während ich das hier schreibe rasen die Gedanken förmlich durch meinen Kopf. Fragen über Fragen mischen sich mit Antworten und Meinungen.
Zeige ich zu viel von mir? Schrecke ich damit ab? Wenn ein Mensch wirklich an dem Anderen interessiert ist dann meldet er sich. Man soll nicht auf seine Arbeit reduziert werden. Es gibt immer mehrere Wahrheiten und Ansichten. Soll ich weniger zeigen? Hat man den Eindruck ich hätte keine Zeit für jemand anderes?

Bin ich ein zu starker Charakter?

Ich sehe so viele Kolleginnen und Kollegen bei denen es super funktioniert. Die einen Partner gefunden haben, oder diesen finden. Einen Partner der an ihrer Seite bleibt und sie stützt. Die damit umgehen können was die Arbeit unserer Branche bedeutet. Das macht mir Mut und Hoffnung.

Ich würde auch echt niemanden in die Öffentlichkeit zerren, nein, eher das Gegenteil wäre der Fall. Ich würde weit weniger davon zeigen da es etwas besonderes für mich sein würde. Wie eine Kostbarkeit die man ganz vorsichtig behandelt.

Ich hoffe ich finde meinen starken Gegenpol irgendwann…

Eure,
Dany

Blazer: Bershka
Shirt: Jake*s
Rock: Zara
Tuch: Alexander McQueen
Boots: Pertini

@cinnaavox

 

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Ja, wie Dany Sahne. Ich komme aus der schönen Quadratestadt Mannheim. Ich bin diejenige die hinter diesem Blog steckt.

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